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In seinem Leben durchläuft der Hund verschiedene Entwicklungsphasen, welche alle durch bestimmte "Meilensteine" gekennzeichnet sind. Manche Phasen scheinen recht willkürlich zu sein und markieren nur kleine Ereignisse. So etwa die ersten beiden Phasen des Hundelebens, die vegetative Phase und die Übergangsphase.

 

Andere Phasen sind entscheidend für das gesamte Hundeleben. Fehler die in diesen Phasen gemacht werden, können eventuell nie mehr korrigiert werden.

 

Deshalb ist eine gute Prägung im Welpenalter so wichtig. Diese beim Züchter durchlebte Phase, in der die Welpen unter anderem ihre Kommunikationsmöglichkeiten ausprobieren ist somit von entscheidender Bedeutung. Ein Erwachsener Hund wird in einer Stresssituation immer das geprägte Verhalten dem erlernten vorziehen. Für ein späteres gutes Verhältnis, in einem gemischten Rudel (Mensch – Hund) werden deshalb schon in der Welpenkiste und der Prägungsphase ganz entscheidende „Meilensteine“ für eine gute Zukunft gelegt.


Die vegetative Phase
- erste und zweite Lebenswoche -

 

In den ersten zwei Wochen sind die Welpen nur mit Nahrungsaufnahme und Verdauung beschäftigt. Sie müssen wachsen und ihre Körper müssen sich weiter entwickeln. In dieser Zeit bleiben die Welpen in dem Entwicklungszustand, wie er bei der Geburt war.

Sie setzen die embryonale Phase außerhalb des Mutterleibes fort.


Diese sogenannte "vegetative Phase"
(vegetativ= unbewusst, unwillkürlich, nicht dem Willen unterliegend)

 

dient allein dem Wachstum und der Gewichtszunahme. Und das leisten die kleinen sehr effektiv, bis zum zehnten Tag hat sich ihr Geburtsgewicht bereits verdoppelt. Bei einigen sogar verdreifacht.

 

In dieser Phase hat eine bestimmte Verhaltensform Überhand:

Das Reflexverhalten.

Reflexverhalten bedeutet, der Welpe ist in nur auf Selbsterhaltung orientiert.

 

Kontaktkuscheln

Beispiel:die Welpen kuscheln sich aneinander, aber nur aus einem einzigen Grund:

 

Sie suchen Wärme.

 

Der Welpe denkt nur an sich und nicht an seine Wurfgeschwister.

 

ER muss trinken, ER muss groß werden, ER muss es warm haben.


 

so geht es uns gut

Ist es warm genug, so liegen sie bisweilen auch wohlig verstreut in der Wurfkiste.

 

Reflexverhalten ist somit eine sehr primitive Verhaltensform und hat nur mit dem eigenen Organismus und der Selbsterhaltung zu tun.Der Welpe ist nur darauf orientiert, dass er überlebt. Sonst passiert in den ersten zwei Wochen nichts Bemerkenswertes in der Wurfkiste. Trinken und Schlafen sind die Haupttätigkeiten der Welpen.


 

In der vegetativen Phase gibt es aber auch schon Ansätze von Instinktverhalten:

    • Der Suchreflex und der Saugreflex als eine erste Form des Jagd-Instinktes

    • Das Jammern ist die erste Form der Kommunikation.
      (z.B. heulen: Ich bin alleine, hilf mir)

Mamas Zitzen sind gefunden

 

Die Welpen sind in dieser Phase blind, taub, können nicht laufen und der Geruchssinn ist kaum ausgeprägt.

Es reicht gerade einmal um Mamas Zitzen zu finden.


 

   
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